Zinseszins entsteht, wenn nicht nur das Anfangskapital, sondern auch bereits gutgeschriebene Zinsen verzinst werden. Je länger der Zeitraum, desto stärker kann sich dieser Effekt auswirken. Eine angenommene Rendite ist keine Garantie.

Die Zinseszinsformel

A = P × (1 + r)^n

  • A: Endbetrag
  • P: Anfangskapital
  • r: Zinssatz je Periode
  • n: Anzahl der Perioden

Beispiel: 10.000 GBP zu jährlich 6 % für 20 Jahre:

A = 10.000 × (1,06)^20 ≈ 32.071 GBP

Der rechnerische Zuwachs beträgt rund 22.071 GBP, vor Kosten und Steuern.

Regelmäßige Einzahlungen

Bei Einzahlungen jeweils am Periodenende gilt:

A = P × (1+r)^n + C × ((1+r)^n − 1) / r

C ist die regelmäßige Einzahlung. Bei r = 0 gilt A = P + C × n. Einzahlungen am Periodenanfang werden eine Periode länger verzinst.

Bei 500 GBP monatlich über 30 Jahre und 5 % nominalem Jahreszins mit monatlicher Verzinsung ergeben sich ungefähr 416.129 GBP aus 180.000 GBP Einzahlungen, ohne Anfangskapital. Kosten, Steuern und schwankende Renditen sind nicht berücksichtigt.

Die 72er-Regel

Ungefähre Verdopplungszeit in Jahren = 72 / Jahreszins in Prozent

JahreszinsUngefähre Verdopplungszeit
3 %24 Jahre
5 %14,4 Jahre
7 %10,3 Jahre
10 %7,2 Jahre

Die Regel ist eine Näherung, keine exakte Zinsrechnung.

Häufigkeit der Zinsgutschrift

Bei 5 % nominalem Jahreszins ergeben sich diese effektiven Jahreszinsen:

GutschriftEffektiver Jahreszins
Jährlich5,000 %
Vierteljährlich5,095 %
Monatlich5,116 %
Täglich, 365 Perioden5,127 %

Quelle: HMRC, Individual Savings Accounts.