Ein Budget macht sichtbar, welches Geld eingeht, wann Rechnungen fällig werden und welcher Betrag für Rücklagen bleibt. Es soll zum Alltag passen und lässt sich bei veränderten Einnahmen oder Ausgaben anpassen.

Einnahmen und Ausgaben erfassen

Notieren Sie die tatsächlich verfügbaren Nettoeinnahmen. Bei schwankendem Einkommen hilft ein vorsichtig angesetzter Ausgangswert; außergewöhnliche Einnahmen sollten nicht automatisch als dauerhaft gelten.

Ordnen Sie die Ausgaben in drei Gruppen:

  • Regelmäßige Verpflichtungen wie Miete, Versicherung und Mindestzahlungen für Kredite.
  • Veränderliche Ausgaben wie Lebensmittel, Fahrten und Freizeit.
  • Planbare, seltenere Zahlungen wie jährliche Beiträge oder Reparaturen. Ein Jahresbetrag lässt sich für die Planung durch zwölf teilen.

Erfassen Sie Kreditkartenzahlungen nicht zusätzlich als Ausgabe, wenn die damit bezahlten Einkäufe bereits enthalten sind.

Die 50/30/20-Aufteilung als Beispiel

Diese Aufteilung ist eine Orientierung, keine Pflicht oder für jeden Haushalt passende Grenze. Bei hohen Wohnkosten oder unregelmäßigem Einkommen können andere Anteile sinnvoll sein.

BereichAnteilBeispiel bei 4.000 USD netto
Notwendiges50 %2.000 USD
Freizeit und Wünsche30 %1.200 USD
Rücklagen und zusätzliche Schuldentilgung20 %800 USD

Die regulären Mindestzahlungen stehen bereits bei den Verpflichtungen. Nur zusätzliche Tilgungen gehören im Beispiel in die dritte Gruppe.

Ein umsetzbarer Monatsplan

  1. Einnahmen minus Ausgaben berechnen. Ein negativer Saldo zeigt eine Finanzierungslücke, keinen Sparbetrag.
  2. Prioritäten und veränderbare Kosten prüfen, etwa ungenutzte Abonnements.
  3. Einen Rücklagenbetrag festlegen, der notwendige Zahlungen nicht gefährdet.
  4. Fälligkeiten und Kontostand berücksichtigen. Ein positiver Monatssaldo verhindert nicht automatisch einen kurzfristigen Engpass.
  5. Geplante und tatsächliche Beträge regelmäßig vergleichen und anpassen.

Automatische Überweisungen können helfen, sollten aber zum Zahlungseingang passen und keine Überziehung auslösen. Geplante Anschaffungen und unerwartete Notfälle benötigen unterschiedliche Rücklagen. Ein realistisches Budget lässt auch Platz für Freizeit, statt nur auf Verzicht zu setzen.

Die amerikanische Verbraucherbehörde erläutert die Grundlagen in Making a Budget. Das Zahlenbeispiel hier ist eine Rechenhilfe und keine individuelle Finanzplanung.